Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Pforzheim – Das Demenznetzwerk Pforzheim startet das Jahr 2025 mit einer besonderen Veranstaltung, um Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen. Am Montag, 27. Januar, findet von 15 bis 16 Uhr eine musikalische Nachmittagsstunde im Walter-Geiger-Haus statt.

Musik als Brücke zur Erinnerung

Unter Begleitung von Veeh-Harfen werden bekannte Lieder gesungen und rhythmisch begleitet. Ziel ist es, durch Musik Erinnerungen zu wecken und emotionale Verbindungen zu früheren Erlebnissen und Menschen zu stärken. „Musik kann oft Türen zu Erinnerungen öffnen, die durch die Krankheit verschlossen scheinen“, betont das Demenznetzwerk.

Veranstaltungsdetails und Anmeldung

Der Treffpunkt ist der Clubraum auf Ebene 3 des Walter-Geiger-Hauses, Westliche Karl-Friedrich-Straße 180. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich per E-Mail an kerstin.kreutel(at)caritas-pforzheim.de oder telefonisch unter 07231/128130 anmelden.

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

 

Newsflash: Pforzheim und Region

Das Reuchlinhaus in Pforzheim ist ein bedeutendes Kulturzentrum im Stadtgarten, das zwischen 1957 und 1961 nach den Plänen des Architekten Manfred Lehmbruck erbaut wurde. Es ist nach Johannes Reuchlin benannt, einem bedeutenden Humanisten und bekanntesten Sohn Pforzheims. Das Gebäude besticht durch ein zentrales Foyer mit einer freischwingenden Treppe, die die einzelnen quaderförmigen Bauteile miteinander verbindet. Diese Pavillons beherbergen das Schmuckmuseum Pforzheim und den Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus e.V.

Ursprünglich stand an der Stelle des heutigen Reuchlinhauses von 1900 bis 1945 ein von Alfons Kern geplanter Saalbau, der während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Nach dem Krieg entschied man sich, an dieser Stelle ein neues Kulturzentrum zu errichten. 1953 gewann Lehmbruck den Architektenwettbewerb für das neue Projekt, dessen Bau 1957 begann und 1961 abgeschlossen wurde.

Das Reuchlinhaus besteht aus mehreren pavillonartigen Quadern, die sich um ein vollständig verglastes Foyer mit einer markanten Wendeltreppe gruppieren. Die einzelnen Pavillons sind unterschiedlich gestaltet: Der Bibliothekspavillon besteht aus Sichtbeton mit großen Fensterfronten, die Ausstellungshalle des Kunstvereins ist eine Stahl-Glas-Konstruktion, das Stadtmuseum ist mit regionalem Sandstein verkleidet, und das Schmuckmuseum ist mit künstlerisch bearbeiteten Aluminiumplatten versehen.

Lehmbruck entwarf nicht nur die Architektur, sondern auch die Inneneinrichtung des Gebäudes, was zu seiner späteren Hinwendung zu Typenbauprogrammen und Systemmöbeln führte. Trotz überregionaler Anerkennung der Architektur gab es im praktischen Betrieb Schwachstellen, wie undichte Flachdächer und Lichtkuppeln sowie unzureichende klimatische Verhältnisse in der Kunsthalle und fehlenden Diebstahlschutz im Schmuckmuseum. Dies führte zu umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und Erweiterungen, unter anderem in den Jahren 1993/1994 und 2002 bis 2006, wobei die ursprüngliche Gestaltung weitgehend beibehalten wurde.

1994 wurde das Reuchlinhaus schließlich unter Denkmalschutz gestellt, da sowohl die Architektur als auch die fest eingebauten Möbel und Einbauten als bedeutendes Beispiel für die Architekturauffassung der späten 1950er Jahre anerkannt wurden. Die denkmalgerechte Sanierung und der Erhalt der originalen Vitrinen im Schmuckmuseum sind Beispiele für die Bemühungen, die historische Bedeutung des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig den modernen Anforderungen gerecht zu werden.

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