Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Am Montag, den 16. September, um 19 Uhr, wird der renommierte Historiker und Lehrer Dr. Christian Könne im Stadtarchiv Pforzheim einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema „Darstellung der Reformation in Lehrplänen und Schulbüchern der Bundesrepublik und der DDR“ halten. Der Vortrag, der sowohl im Stadtarchiv als auch digital über ein Meeting-Tool zugänglich ist, wird die Besucher durch die unterschiedlichen Darstellungen der Reformation in den Lehrplänen und Geschichtsbüchern der beiden deutschen Staaten führen.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, ob Johannes Reuchlin in den Materialien vorgestellt wird. Dr. Könne wird die verschiedenen Sichtweisen und Interpretationen der Reformation in den Schulbüchern der Bundesrepublik und der DDR analysieren und so Einblicke in die historische Bildung der beiden Staaten geben.

Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt und bietet sowohl die Möglichkeit, vor Ort im Stadtarchiv Pforzheim, Kronprinzenstr. 24 a, 75177 Pforzheim, teilzunehmen, als auch digital über ein Meeting-Tool. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl vor Ort begrenzt ist und die Veranstaltung nicht barrierefrei ist.

Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 07231 39-2899 anmelden.

Newsflash: Pforzheim und Region

Das Stadttheater Pforzheim, auch als Theater Pforzheim bekannt, ist das zentrale Theater der Stadt Pforzheim in Baden-Württemberg. Es befindet sich am Waisenhausplatz direkt an der Enz und verfügt über zwei Spielstätten: Das Große Haus mit 511 Sitzplätzen und das Podium, das mit einer variablen Bestuhlung Platz für bis zu 193 Zuschauer bietet. Das 1990 nach den Plänen des Architekten Bodo Fleischer errichtete Theatergebäude ist ein Drei-Sparten-Haus, in dem Theateraufführungen, Opern, Operetten, Ballett, Konzerte und Musicals dargeboten werden. Das Orchester des Hauses ist die Badische Philharmonie Pforzheim.

Die Geschichte des Theaters in Pforzheim reicht bis ins Jahr 1803 zurück, als in der Theaterstraße das sogenannte Komödienhaus als Spielstätte für reisende Schauspieltruppen eingerichtet wurde. Nach der Schließung und dem Abriss des baufälligen Komödienhauses 1888 setzte sich ein 1885 gegründeter Theaterverein für ein neues Theater ein. Schließlich wurde 1900 ein von Alfons Kern geplanter Saalbau in der Jahnstraße eingeweiht, der Platz für rund 2.000 Zuschauer bot. Der Kapellmeister Hans Leger schuf 1933 das erste reguläre Drei-Sparten-Theater in Pforzheim. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde bereits kurz nach Kriegsende wieder Theater gespielt, zunächst in provisorischen Räumen. 1948 fand das Theater in der Osterfeldschule eine neue Heimat, bevor es 1990 in die heutigen Räumlichkeiten am Waisenhausplatz umzog. Zur Eröffnung wurde Mozarts "Zauberflöte" aufgeführt.

Unter dem Namen "Städteoper Südwest" tritt das Pforzheimer Ensemble seit 1959 auch in theaterlosen Städten in Baden-Württemberg, der Schweiz und Österreich auf. Im Jahr 2005 beschäftigte das Theater rund 200 Mitarbeiter und verfügte über einen Jahresetat von etwa 12 Millionen Euro. In einer Spielzeit werden in der Regel acht Schauspielinszenierungen, sechs Sinfoniekonzerte, vier Opern, drei Musicals oder Operetten, zwei Ballettabende sowie ein Kindertheaterstück aufgeführt. Trotz anfänglich hoher Besucherzahlen stagnieren diese seit einigen Jahren, was zu einem Publikumsschwund führte.

Die Leitung des Theaters wechselte mehrfach. Nach dem Weggang des Intendanten Georg Köhl 2003 übernahm ein Führungstrio die Leitung, bestehend aus dem Generalmusikdirektor, Verwaltungsdirektor und Schauspieldirektor. Diese Struktur wurde 2015 wieder durch eine zweigliedrige Leitung ersetzt. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist Markus Hertel Intendant des Stadttheaters Pforzheim.

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