Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Pforzheim – Ein außergewöhnlicher Einsatz für den Veterinärdienst der Stadt Pforzheim: Eine Amtstierärztin und eine Veterinärhygienekontrolleurin haben einen grünen Leguan gerettet, der von seinem Halter in einer verlassenen Wohnung zurückgelassen wurde. Das Tier befindet sich mittlerweile in einer spezialisierten Reptilienauffangstation, wo es sicher betreut wird.

Aufmerksamer Vermieter alarmiert Behörden

Ein aufmerksamer Vermieter meldete den Fund des Tieres in der leerstehenden Wohnung der Behörde. Bei der darauffolgenden behördlichen Begehung konnte der Leguan untersucht werden. Dank der Umsicht des Vermieters, der die Heizung eingeschaltet und Wasser sowie Futter bereitgestellt hatte, war der Leguan in einem guten und wehrhaften Zustand.

Das Einfangen des Tieres verlief problemlos, und es wurde gut gesichert vor den winterlichen Temperaturen in behördliche Obhut übergeben.

Appell an Tierhalter: Verantwortung übernehmen

Dr. Reinhold Tholen, Leiter der Abteilung Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung der Stadt Pforzheim, verurteilt das Verhalten des ehemaligen Halters:
„Das Zurücklassen von Haustieren ist nicht nur gesetzlich verboten, sondern auch moralisch nicht zu rechtfertigen. Wir appellieren an alle Tierhalter, bei Problemen frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen.“

Dank des schnellen Handelns konnte der Leguan in die Reptilienauffangstation Gossweiler Stein gebracht werden. Dort wird er versorgt, bis eine dauerhafte Vermittlung organisiert werden kann.

Breites Aufgabenspektrum des Veterinärdienstes

Die Abteilung Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung der Stadt Pforzheim, die dem Amt für öffentliche Ordnung untersteht, ist nicht nur für den Tierschutz zuständig. Ihr Aufgabenspektrum umfasst auch die Lebensmittelüberwachung, die Förderung der Tiergesundheit sowie den Umgang mit gefährlichen Hunden.

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

Newsflash: Pforzheim und Region

In Pforzheim, der Stadt der Schmuckindustrie, erinnert das 1925 errichtete Industriehaus an eine glanzvolle Epoche des städtischen Lebens und des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich als Messehaus für die Pforzheimer Schmuckindustrie konzipiert, war es nicht nur durch seinen markanten Turm ein prägnantes Element der Stadtsilhouette, sondern auch ein bedeutendes Symbol der Hoffnung und des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Bombenangriff vom 23. Februar 1945.

Der Entwurf des Industriehauses stammt von dem Architekten Karl Schradin, unterstützt von Hermann Billing. Dieses Bauwerk überstand als nahezu einziger Bau in der Pforzheimer Innenstadt den Luftangriff unbeschadet, was ihm eine besondere Bedeutung in der Zeit des Wiederaufbaus verlieh. Nach dem Krieg leitete der Pforzheimer Architekt Theo Preckl jun. den Wiederaufbau, wobei insbesondere die Fenster zum Leopoldplatz in Lage und Form verändert wurden.

Im Industriehaus hatte unter anderem der renommierte Rechtsanwalt Karl Doerner seine Kanzlei. 2003 wurde das denkmalgeschützte Gebäude abgerissen. Die Rosetten-Ornamente am Turmkopf, gestaltet von dem Bildhauer Max Kassube, wurden beim Abbruch geborgen und in den Neubau integriert.

Der Neubau, der am 17. Juni 2005 eröffnet wurde, erinnert äußerlich an das ursprüngliche Industriehaus. Im Inneren beherbergt er heute die „Schmuckwelten Pforzheim“ – eine beeindruckende Erlebniswelt rund um Schmuck und Uhren auf 4000 m². Zudem befindet sich im Untergeschoss das Pforzheimer Mineralienmuseum mit über 5000 Exponaten, das die Besucher auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Mineralien und Edelsteine einlädt.

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