Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Unter dem Motto „Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“ sind die Sternsinger auch in diesem Jahr wieder weltweit unterwegs und setzen ein starkes Zeichen für die Rechte von Kindern. Die traditionelle Aktion, bei der junge Menschen aus katholischen Kirchengemeinden in prächtigen Gewändern der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar von Haus zu Haus ziehen, hat auch 2025 ein wichtiges Thema im Fokus. Neben dem Segensspruch an den Türen sammeln die Sternsinger Spenden für verschiedene Hilfsprojekte, die vor allem Kindern in Not zugutekommen.

„Es ist toll zu sehen, wie diese Tradition jedes Jahr aufs Neue fortgeführt wird und Spenden für wichtige Hilfsprojekte gesammelt werden. Auch in diesem Jahr wurde mit dem Leitspruch „Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte“ ein besonders sensibles Thema gewählt, das gehört werden muss“, so der Sozialdezernent Frank Fillbrunn. Im Neuen Rathaus von Pforzheim begrüßte er rund 50 Sternsinger, die dort ihre erste Segensbitte anbrachten. Die Aktion fand ihren Abschluss bei einer kleinen Stärkung im Rathausfoyer, nachdem traditionell die Spendenkasse gefüllt wurde.

In den kommenden Tagen sind weitere Sternsinger in Pforzheim unterwegs, um Spenden für Kinderhilfsprojekte weltweit zu sammeln. Jährlich gehen rund 300.000 Mädchen und Jungen in Deutschland, begleitet von Ehrenamtlichen, von Tür zu Tür und setzen sich so für benachteiligte Kinder ein.

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

 

Newsflash: Pforzheim und Region

Das Melanchthonhaus in Pforzheim, gelegen an der Bissinger Straße 6 direkt am Ufer der Enz, ist ein bedeutendes Kulturdenkmal und ein herausragendes Beispiel der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts. Errichtet im Jahr 1914 nach Plänen des Architekten Hans Blöchle, wurde das fünfgeschossige Gebäude für den Evangelischen Stadtmissionsverein erbaut, der 1891 gegründet wurde. Es trägt den Namen des Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon (1497–1560).

Architektonische Merkmale

Das Gebäude zeichnet sich durch seine arkadengeschmückte Fassade aus gelbem Sandstein mit Rundbögen aus. Über der Arkadenzone befindet sich ein Fries, der den Namen „Melanchthonhaus“ trägt. Die oberen Geschosse sind durch gemalte Lisenen optisch zusammengefasst, was dem Gebäude eine harmonische Fassade verleiht.

Ursprünglich mit einem Walmdach ausgestattet, wurde das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg um ein zusätzliches Geschoss erweitert. Die Fenster wurden in den 1980er Jahren erneuert und ihre ursprüngliche Sprossenteilung entfernt. Die quadratischen Oberlichtfenster im ersten Obergeschoss sorgen für zusätzliches Tageslicht in den hohen Sälen.

Erhalt und Nutzung

Das Melanchthonhaus überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet, wobei insbesondere die Arkaden und die Natursteinfassade erhalten blieben. Das Innere des Gebäudes wurde von 1949 bis 1952 neu aufgeteilt und an die damaligen Bedürfnisse angepasst.

Besonderheiten

Als geschütztes Kulturdenkmal repräsentiert das Melanchthonhaus nicht nur ein wichtiges architektonisches Erbe, sondern auch die kulturelle Geschichte Pforzheims. Sein elegantes Design und die historische Bedeutung machen es zu einem wichtigen Zeugnis der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts.

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