Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Der Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 war eine der verheerendsten Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs auf eine deutsche Stadt. Der Angriff, der nur 22 Minuten dauerte, verursachte erhebliche Zerstörungen und forderte hohe Opferzahlen. Hier sind die wesentlichen Punkte und Details des Angriffs, ergänzt durch relevante Belege und Quellen:

Vorgeschichte

  • Frühe Angriffe: Pforzheim war vor dem großen Angriff bereits Ziel von mehreren kleineren Luftangriffen, darunter am 1. April 1944, Heiligabend 1944 und am 21. Januar 1945.
  • Zielliste der Alliierten: Im November 1944 wurde Pforzheim erstmals auf einer Zielliste der Alliierten geführt. Die Stadt war vor allem wegen ihrer Feinmechanik- und Schmuckindustrie, die auf die Produktion von Zündern und Munition umgestellt war, von Interesse.

Der Angriff

  • Angriffsdetails: Am 23. Februar 1945, um 19:45 Uhr, begannen die Luftangriffe mit dem Alarm. Innerhalb von 22 Minuten warfen 379 Bomber der Royal Air Force 1575 Tonnen Bomben ab, darunter Spreng- und Brandbomben sowie Luftminen. Die ersten Bomber setzten Leuchtkörper, um das Ziel zu markieren, was durch starken Wind teilweise fehlleitete.
  • Zerstörung und Opfer: Der Angriff führte zu einem verheerenden Feuersturm. Etwa 98 % des Stadtgebiets, insbesondere die eng bebauten Altstadtbereiche, wurden zerstört. Die Wasserversorgung fiel aus, und viele Menschen ertranken beim Versuch, in den Flüssen Nagold und Enz Zuflucht zu suchen. Schätzungen zufolge starben etwa 17.600 Menschen, was über 20 % der Bevölkerung der Stadt vor dem Krieg ausmachte.

Nach dem Angriff

  • Zerstörungsgrad: Zwei Drittel der Stadtfläche und 80 bis 100 % der Innenstadt waren zerstört. Der Stadtteil Marktplatz, der 1939 noch 4112 Einwohner hatte, war nach dem Angriff entvölkert.
  • Berichte und Schätzungen: Der Auswertungsbericht des Bomber Command vom 12. März 1945 beschreibt die Zerstörung als umfassend, wobei große Teile der Stadt auf Trümmerhaufen reduziert wurden.

Wiederaufbau

  • Neubau statt Restaurierung: Die Stadt wurde nach dem Krieg komplett neu aufgebaut, wobei alte Gebäude abgerissen und durch neue ersetzt wurden. Die Straßen wurden breiter angelegt, und der Wiederaufbau prägte das Stadtbild der 1950er Jahre. Der Berg aus Trümmerschutt, „Monte Scherbelino“ genannt, überragt die Stadt und dient als Mahnmal.

Erinnerung

  • Gedenktage und Mahnmale: Seit 2003 wird der 23. Februar als offizieller Gedenktag der Stadt Pforzheim begangen. Ein Mahnmal aus Stahlstelen auf dem Wallberg erinnert an die Zerstörung. Jährlich findet eine Fackelmahnwache statt, wobei es auch Gegenaktionen von Bündnissen gegen Rechts gibt.

Belege und Quellen

  • Dokumentation: Der Angriff auf Pforzheim ist dokumentiert in Berichten des Bomber Command, Zeitzeugenberichten und historischen Analysen. Quellen wie das Buch "Pforzheim 1945 – Zerstörung und Wiederaufbau" von Wolfgang A. Lutz bieten detaillierte Informationen zur Zerstörung und den Nachwirkungen des Angriffs.
  • Statistische Daten: Die Verbrauchergruppenstatistiken, veröffentlicht 1953 vom Statistischen Bundesamt, geben Hinweise zur Bevölkerungsentwicklung und den Auswirkungen des Angriffs.

Zusammenfassend war der Luftangriff auf Pforzheim ein katastrophales Ereignis, das die Stadt schwer zerstörte und eine hohe Zahl von Opfern forderte. Der Wiederaufbau und die Erinnerungskultur zeigen, wie die Stadt mit dieser tragischen Vergangenheit umgegangen ist.

 

 


Newsflash: Pforzheim und Region

Calw ist eine bezaubernde Mittelstadt im Bundesland Baden-Württemberg, rund 18 Kilometer südlich von Pforzheim und 33 Kilometer westlich von Stuttgart gelegen. Als größte Stadt im Landkreis Calw und zugleich Mittelzentrum der Region, bietet Calw eine perfekte Mischung aus historischer Bedeutung, natürlicher Schönheit und kulturellem Reichtum. Seit dem 1. Januar 1976 trägt Calw den Titel „Große Kreisstadt“ und gehört zur Region Nordschwarzwald sowie zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Geographie und Natur

Calw liegt malerisch im Tal der Nagold im Nordschwarzwald, auf einer Höhe zwischen 330 und 630 Metern über dem Meeresspiegel. Die historische Altstadt erstreckt sich westlich des Flusses, während die neueren Stadtteile die umliegenden Hänge hinaufwachsen. Neben der Nagold prägen zahlreiche weitere Bäche wie Tälesbach, Ziegelbach und Schießbach das Stadtbild. Ein Highlight ist die „Bruderhöhle“ im nördlichen Stadtgebiet am westlichen Hang des Nagoldtals.

Calw nimmt eine bedeutende Rolle in der Raumplanung der Region Nordschwarzwald ein. Als Mittelzentrum gehört es zum Oberzentrum Pforzheim und umfasst neben Calw auch umliegende Gemeinden wie Althengstett und Bad Liebenzell. Besonders stolz ist die Stadt auf ihre Naturschutzgebiete, darunter die Gültlinger und Holzbronner Heiden sowie das Würm-Heckengäu. Die Landschaftsschutzgebiete Nagoldtal und Schweinbachtal sowie der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord bieten reichlich Möglichkeiten zur Erholung und zum Naturgenuss.

Historische und Kulturelle Highlights

Calws Altstadt ist ein Juwel mit malerischen Fachwerkhäusern und historischen Gebäuden, wie dem Geburtshaus von Hermann Hesse und dem Salzkasten von 1696, heute Teil der Stadtverwaltung. Die Stadtteile gliedern sich in 13 Bereiche, darunter Altburg, Oberriedt und das ehemalige Kloster Hirsau, das heute als Luftkurort bekannt ist. Jeder Stadtteil hat seine eigene Geschichte und bietet einzigartige Sehenswürdigkeiten.

Kultur und Veranstaltungen

Calw ist stolz auf sein kulturelles Erbe. Das Theaterleben, zahlreiche Museen und beeindruckende Bauwerke laden Besucher ein, in die Geschichte und Kultur der Stadt einzutauchen. Besonders hervorzuheben ist die Hermann-Hesse-Stadt Calw, die das Leben und Werk des berühmten Schriftstellers ehrt. Zudem sorgt die Udo-Lindenberg-Stiftung für musikalische Höhepunkte und künstlerische Vielfalt.

Sport und Freizeit

Sport und Vereinsleben haben in Calw einen hohen Stellenwert. Zahlreiche Sportvereine und Freizeiteinrichtungen bieten sowohl Einheimischen als auch Besuchern vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Erholung. Die umliegenden Naturschutzgebiete und der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord laden zu Wanderungen, Radtouren und Naturerkundungen ein.

Fazit

Calw ist eine Stadt, die Geschichte und Moderne harmonisch vereint. Mit ihrer idyllischen Lage im Nordschwarzwald, einem reichen kulturellen Angebot und einer lebendigen Gemeinschaft ist Calw ein ideales Reiseziel für alle, die Kultur, Natur und Geschichte erleben möchten. Besuchen Sie Calw und entdecken Sie die vielen Facetten dieser charmanten Stadt!

 

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