Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Pforzheim, eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg, hat eine reiche Geschichte und eine vielfältige Bevölkerung. Die Stadt hat im Laufe der Zeit viele Veränderungen und Entwicklungen durchgemacht, sowohl in Bezug auf ihre Einwohnerzahlen als auch in Bezug auf ihre religiöse Zusammensetzung.

Die Bevölkerung von Pforzheim ist stark durch Einwanderung geprägt. Im Jahr 2017 betrug der Anteil der nichtdeutschen Einwohner 26,0 Prozent, und der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund lag bei 53,7 Prozent. Dies zeigt, dass Pforzheim zu den deutschen Großstädten mit dem höchsten Anteil nichtdeutscher Einwohner und Einwohner mit Migrationshintergrund gehört.

Die Stadt hat auch eine vielfältige religiöse Landschaft. Laut Zensus 2011 waren 34,1 % der Einwohner evangelisch, 26,1 % römisch-katholisch und 39,9 % waren konfessionslos oder gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an. In jüngerer Zeit sind die Anteile der evangelischen und katholischen Kirche an der Bevölkerung zurückgegangen, während der Anteil der konfessionslosen Einwohner und Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften gestiegen ist.

Pforzheim beherbergt auch eine israelitische Gemeinde und eine islamische Gemeinschaft, die durch die Fatih-Moschee und die Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat repräsentiert wird. Darüber hinaus gibt es eine hinduistische Gemeinde und eine Jesiden-Gemeinschaft in der Stadt.

Insgesamt zeigt die Bevölkerung von Pforzheim eine starke Diversität in Bezug auf Herkunft und Religion, was die Stadt zu einem interessanten und lebendigen Zentrum in Baden-Württemberg macht.

 

Newsflash: Pforzheim und Region

Die Fatih-Moschee in Pforzheim, auch bekannt als „Eroberer-Moschee“, wurde von 1990 bis 1992 als erste Moschee in Baden-Württemberg erbaut. Der Moscheeverein gehört zur „Türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion Pforzheim e.V.“ im Dachverband DITIB. Der Gebetssaal bietet Platz für 750 Personen, darunter 150 auf der Frauenempore.

Die Moschee ist als „Kuppelmoschee“ gestaltet und besitzt ein 23 Meter hohes Minarett. Die Grundsteinlegung fand am 17. März 1990 statt, und die Einweihung erfolgte am 26. September 1992. Der Bau wurde von dem Architekten Gökcen Sungurtekin geplant, und die Kosten betrugen 5,5 Millionen Mark. Eine umstrittene Kollekte der evangelischen und katholischen Kirche in Pforzheim finanzierte einen Kronleuchter für den Gebetssaal. Das „Amt für Religiöse Angelegenheiten in der Türkei“ (Diyanet) beteiligte sich mit 125.000 Mark und die Stadt Pforzheim unterstützte das Projekt mit einer Schenkung von 4.000 Mark.

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