Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Vortrag in Pforzheim beleuchtet das Thema Demenz

Demenz ist ein Thema, das oft mit Angst und Unsicherheit verbunden ist. Viele Menschen, die in Familien, Nachbarschaften, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit mit Betroffenen konfrontiert sind, fühlen sich überfordert und ziehen sich möglicherweise zurück. Um diese Unsicherheiten zu beseitigen und eine bessere Integration von Menschen mit Demenz zu fördern, veranstaltet die erfahrene Dozentin Gisela Jung einen kostenfreien Vortrag.

Gisela Jung, eine Krankenschwester und Sozialpädagogin mit langjähriger Erfahrung in der Erwachsenenbildung und als Referentin, wird am Mittwoch, den 24. Juli, von 18 bis 20 Uhr im PZ Forum in Pforzheim einen Vortrag zum Thema Demenz halten. Der Titel des Vortrags lautet „Menschen mit Demenz mitten in Pforzheim, mitten in meinem Leben, mitten im Alltag!“. In diesem Vortrag wird sie nicht nur die häufigsten Fragen zum Thema Demenz beantworten, sondern auch praktische Tipps geben, wie man Menschen mit Demenz im Alltag unterstützen und in den Mittelpunkt stellen kann.

Die Veranstaltung bietet auch die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und direkt mit der Expertin zu interagieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, sodass Interessierte spontan teilnehmen können. Dieser Vortrag ist eine hervorragende Gelegenheit, mehr über Demenz zu erfahren und konstruktive Wege zur Unterstützung von Betroffenen im Alltag zu entdecken.

Veranstaltungsdetails:

  • Datum: Mittwoch, 24. Juli

  • Zeit: 18 - 20 Uhr

  • Ort: PZ Forum, Poststraße 12, 75172 Pforzheim

  • Anmeldung: Nicht erforderlich

Quelle Pressemitteilung: Stadt Pforzheim

Newsflash: Pforzheim und Region

Die ehemalige Schloss- und Stiftskirche St. Michael in Pforzheim, Baden-Württemberg, gehört zu den letzten mittelalterlichen Bauwerken der Stadt. Pforzheim wurde im Dreißigjährigen Krieg, im Pfälzischen Erbfolgekrieg und im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Die Kirche, zusammen mit dem benachbarten Archivturm, stellt ein bedeutendes Überbleibsel des historischen Stadtbildes dar.

Baugeschichte

Die Schlosskirche St. Michael wurde 1219 auf den Überresten eines älteren Gebäudes errichtet, als Pforzheim an das Haus Baden überging. Der spätromanische Westbau aus den Jahren 1220/1230 ist noch erhalten. Ab etwa 1270 wurde das Langhaus in seiner heutigen Form vollendet. Diagonalchöre und die Margarethenkapelle wurden zwischen 1290 und 1310 hinzugefügt. Der spätgotische Hochchor wurde zwischen 1460 und 1475 durch den badischen Hofbaumeister Hans Spryß von Zaberfeld errichtet. Die Baugeschichte ist nicht vollständig geklärt, doch die feinen Skulpturen im Inneren zeugen von Spryßs oberrheinischer Ausbildung.

Die Margarethenkapelle wurde für das Denkmal der Märtyrerin Margaretha errichtet, deren Grab möglicherweise ein Ritualmordopfer darstellt. Die Inschrift bezeugt die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Pforzheim im 13. Jahrhundert und den christlichen Hass gegen diese Minderheit.

Bauphasen

  • Vorgängerbauten: Zwei frühere Bauphasen wurden durch Grabungen nachgewiesen: eine vorromanische Kapelle des 9./10. Jahrhunderts und ein dreischiffiger Bau mit Chorapsis aus dem 12. Jahrhundert.

  • Westbau und Schiff: Der romanische Westbau mit Nordturm ist der älteste Teil der Kirche. Der Bau begann um 1217/18 und wurde bis 1235 fertiggestellt. Der Westbau ist reich gegliedert mit Lisenen, Bogenfriesen und einem Hauptportal im staufischen Stil. Die Verbindung des Westbaues mit dem gotischen Langhaus schafft eine spannende architektonische Wechselwirkung.

  • Stiftschor: Der spätgotische Chor, errichtet von Hans Spryß von Zaberfeld, zeichnet sich durch aufwändige Gewölbe und Skulpturen aus. Die Kirche wurde 1545 zur Grablege der badischen Markgrafen bestimmt.

Orgel

Im Jahr 2022 wurde die Steinmeyer-Orgel von 1959 technisch neu aufgebaut, wobei das Pfeifenwerk erhalten blieb. Die Orgel umfasst drei Werke (Hauptwerk, Positiv, Schwellwerk) und ein Pedalwerk mit umfangreicher Ausstattung.

Geläut

Der Turm der Kirche beherbergt ein sechsstimmiges Geläut, das 1958 von der Glockengießerei Gebr. Bachert gegossen wurde. Die Glocken haben unterschiedliche Durchmesser und Gewichte und sind mit verschiedenen Inschriften versehen.

Grabdenkmale

Die Kirche enthält mehrere bedeutende Grabdenkmale, darunter die Grabplatte des Johann Freigraf von Klein-Ägypten aus dem Jahr 1498. Seit 1535 diente die Kirche als Grablege der badischen Markgrafen. Zu den weiteren Grabmalen gehören die Monumente für Anna Marie von Baden-Durlach, Prinz Albrecht den Jüngeren, Markgraf Bernhard den Jüngeren und andere Angehörige des Herrscherhauses.

Museum Johannes Reuchlin

Von 2006 bis 2008 wurde ein Erweiterungsbau des Reuchlinmuseums nach Plänen des Hamburger Architekten Bernhard Hirche errichtet. Der Neubau stellt die ursprüngliche Kubatur des Reuchlinkollegs wieder her und integriert die nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Strebebögen. Das Museum wurde am 6. September 2008 eingeweiht und zeigt die Bibliothek Johannes Reuchlins.

Die Kirche St. Michael bleibt ein bedeutendes kulturelles und historisches Erbe Pforzheims und wurde 2021 als Kulturdenkmal des Jahres ausgezeichnet.

 

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