Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Julius Moser (* 18. Juli 1882 in Pforzheim; † 12. Februar 1970 ebenda) war ein deutscher Unternehmer, Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer Pforzheim und Ehrenbürger der Stadt Pforzheim. Sein Leben und Wirken umfassen bedeutende Leistungen in der Wirtschaft sowie bemerkenswerte Überlebensgeschichten aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Biografie

Frühe Jahre

  • Bildung und Berufsausbildung: Moser besuchte eine private Vorschule und die Oberrealschule, bevor er 1901 an der Technischen Hochschule Stuttgart Ingenieurwissenschaften studierte. Weitere Studien absolvierte er an den Technischen Hochschulen in Darmstadt und Karlsruhe. Sein Studium schloss er 1909 als Diplom-Ingenieur an der TH Darmstadt ab.

  • Berufliche Laufbahn: Nach seinem Studium trat er 1911 in die Karl Kübler AG in Stuttgart ein und diente während des Ersten Weltkriegs als Artillerieoffizier, wobei er für seine Verdienste mit dem Eisernen Kreuz und dem Friedrichs-Orden ausgezeichnet wurde.

  • Familienunternehmen: Nach dem Krieg trat er 1918 in das Familienunternehmen Moser ein, das sich auf Textilien und Schmuck spezialisierte. Julius Moser war bis 1935 als Handelsrichter und Beiratsmitglied der IHK Pforzheim tätig.

Zeit des Nationalsozialismus

  • Diskriminierung und Verfolgung: Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde Moser, obwohl evangelisch getauft, während des Nationalsozialismus diskriminiert. Ab 1935 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und musste ab 1939 den Namenszusatz „Israel“ tragen.

  • Deportation und Überleben: Am 14. Februar 1945 wurde er zusammen mit seinem Bruder Emil und anderen Personen in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Beide Brüder überlebten die Zeit im Ghetto, das am 3. Mai 1945 vom Roten Kreuz übernommen und am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit wurde.

Nach Kriegsende

  • Wiederaufbau: Nach dem Krieg gründete Julius Moser ein Import-Export- und Großhandelsgeschäft für Schmuck und Uhren. Seine unbelastete Vergangenheit ermöglichte ihm 1945 die Ernennung zum Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Pforzheim, ein Amt, das er bis 1959 innehatte. Er wurde zum Ehrenpräsidenten gewählt und spielte eine zentrale Rolle bei der Wiedereröffnung der „Ständigen Musterausstellung“ der Pforzheimer Industrie im Jahr 1951.

  • Politisches Engagement: Moser war von 1948 bis 1958 für die FDP im Gemeinderat der Stadt Pforzheim aktiv, insbesondere in den Ausschüssen für Finanzen, Wirtschaft und Stadtwerke.

  • Ehrungen: Am 70. Geburtstag wurde ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Sein 80. Geburtstag wurde mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Pforzheim gefeiert, was die erste Ehrenbürgerschaft nach dem Krieg darstellte.

Ehrungen

  • Orden vom Zähringer Löwen
  • 1952: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
  • 1962: Ehrenbürger der Stadt Pforzheim
  • Julius-Moser-Straße: Zu Ehren Mosers wurde eine Straße auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim benannt.

Julius Moser wurde auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof beigesetzt. Sein Lebenswerk und sein Engagement haben bedeutende Spuren in der Stadt Pforzheim hinterlassen.

Newsflash: Pforzheim und Region

Neubulach, eine charmante Stadt im Landkreis Calw in Baden-Württemberg, ist nicht nur für ihre idyllische Lage bekannt, sondern auch für ihre lange Geschichte und vielfältige Kultur. Mit einer Fläche von 24,69 Quadratkilometern und einer Bevölkerung von 5.796 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) ist Neubulach ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende und Kulturinteressierte gleichermaßen.

Geographie und Stadtgliederung

Die Stadt Neubulach ist in fünf Stadtteile unterteilt: Altbulach, Liebelsberg, Martinsmoos, Neubulach und Oberhaugstett. Jeder dieser Stadtteile hat seine eigene Geschichte und prägt das Stadtbild mit seinen besonderen Merkmalen. Die Höhenlage von Neubulach auf 584 Metern über dem Meeresspiegel trägt zur Schönheit der Landschaft bei und macht die Stadt zu einem idealen Ort für Wanderungen und Erholung in der Natur.

Geschichte und Kulturschätze

Die Geschichte Neubulachs reicht weit zurück ins Mittelalter, wo Bergbau eine bedeutende Rolle spielte. Besonders bemerkenswert ist die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt von Neubulach, die noch heute Zeugnis von vergangenen Zeiten ablegt. Zahlreiche historische Bauwerke wie die St. Jodokus Kirche und die St. Mauritius Kirche in Altbulach zeugen von der reichen Vergangenheit der Stadt.

Politik und Gemeinschaft

Die politische Landschaft Neubulachs ist geprägt von einer aktiven Gemeinderatsarbeit und einer engagierten Bürgerschaft. Petra Schupp, seit 2015 im Amt, trägt als Bürgermeisterin maßgeblich zur Weiterentwicklung der Stadt bei. Die Wahlen von 2022 bestätigten ihr Vertrauen in der Bevölkerung, was die Kontinuität in der Stadtentwicklung unterstreicht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Neubulach ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein wirtschaftlicher Akteur in der Region. Unternehmen wie die Maschinenfabrik Friedrich Duss und das Orgelbauunternehmen Johannes Rohlf tragen zur wirtschaftlichen Vielfalt der Stadt bei. Die gute Verkehrsanbindung durch die Landesstraße 348 und die Bundesstraße 463 erleichtert zudem die Erreichbarkeit der Stadt für Besucher und Unternehmen gleichermaßen.

Kultur und Lebensqualität

Die Kultur in Neubulach wird durch regelmäßige Veranstaltungen, Museen und das kulturelle Engagement der Bürger geprägt. Die Bewahrung des historischen Erbes spielt dabei eine zentrale Rolle, was sich auch in der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten widerspiegelt, die Besucher aus nah und fern anlocken.

Fazit

Neubulach ist nicht nur ein Ort zum Leben und Arbeiten, sondern auch ein Ort, der Geschichte und Moderne harmonisch vereint. Mit seiner malerischen Landschaft, seiner reichen Kultur und seiner lebendigen Gemeinschaft bietet Neubulach seinen Bewohnern und Besuchern einzigartige Erlebnisse und eine hohe Lebensqualität im Herzen des Nordschwarzwalds. Besuchen Sie Neubulach und entdecken Sie selbst, was diese Stadt so besonders macht!

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