Pforzheim (Stadtkreis)(PF)

Baden-Württemberg

Chinesische Schuldelegation zu Besuch in Pforzheim

Eine Delegation der Changhe High School aus Hangzhou, der Partnerstadt des Kepler-Gymnasiums Pforzheim, ist derzeit zu Gast in der Stadt. Angeführt von 25 Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrkräften, verweilen sie bis zum 16. Juli in Pforzheim. Zur Begrüßung organisierte die Stadt Pforzheim einen Empfang im Neuen Rathaus, bei dem Bürgermeister Frank Fillbrunn die Gäste herzlich willkommen hieß. Er unterstrich die Bedeutung des kulturellen Austauschs für die Stärkung der Freundschaft zwischen beiden Ländern.

Ein Highlight des Empfangs war die symbolische Geste der chinesischen Schülerinnen, die dem Sozialdezernenten eine Dose mit Chrysanthemen-Tee überreichten und ihm Fragen zu seinem Alltag als Bürgermeister stellten. Anschließend besuchten die Jugendlichen die Hochschule Pforzheim, wo sie durch den Campus geführt wurden.

Nach ihrem Aufenthalt in Pforzheim setzen die Gäste ihre Reise durch Süddeutschland fort und besuchen bekannte Städte wie München, Heidelberg, Nürnberg und Bamberg sowie das Schloss Neuschwanstein. Im Oktober dieses Jahres wird das Kepler-Gymnasium Pforzheim dann zu einem Gegenbesuch nach Hangzhou aufbrechen.

Der Schüleraustausch zwischen dem Kepler-Gymnasium und der Changhe High School besteht seit 2006 und hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Die letzte Besuchsreihe chinesischer Schülerinnen und Schüler fand 2018 in Pforzheim statt, während die deutschen Schülerinnen und Schüler ein Jahr später China besuchten.

Newsflash: Pforzheim und Region

In Pforzheim, der Stadt der Schmuckindustrie, erinnert das 1925 errichtete Industriehaus an eine glanzvolle Epoche des städtischen Lebens und des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich als Messehaus für die Pforzheimer Schmuckindustrie konzipiert, war es nicht nur durch seinen markanten Turm ein prägnantes Element der Stadtsilhouette, sondern auch ein bedeutendes Symbol der Hoffnung und des Wiederaufbaus nach dem verheerenden Bombenangriff vom 23. Februar 1945.

Der Entwurf des Industriehauses stammt von dem Architekten Karl Schradin, unterstützt von Hermann Billing. Dieses Bauwerk überstand als nahezu einziger Bau in der Pforzheimer Innenstadt den Luftangriff unbeschadet, was ihm eine besondere Bedeutung in der Zeit des Wiederaufbaus verlieh. Nach dem Krieg leitete der Pforzheimer Architekt Theo Preckl jun. den Wiederaufbau, wobei insbesondere die Fenster zum Leopoldplatz in Lage und Form verändert wurden.

Im Industriehaus hatte unter anderem der renommierte Rechtsanwalt Karl Doerner seine Kanzlei. 2003 wurde das denkmalgeschützte Gebäude abgerissen. Die Rosetten-Ornamente am Turmkopf, gestaltet von dem Bildhauer Max Kassube, wurden beim Abbruch geborgen und in den Neubau integriert.

Der Neubau, der am 17. Juni 2005 eröffnet wurde, erinnert äußerlich an das ursprüngliche Industriehaus. Im Inneren beherbergt er heute die „Schmuckwelten Pforzheim“ – eine beeindruckende Erlebniswelt rund um Schmuck und Uhren auf 4000 m². Zudem befindet sich im Untergeschoss das Pforzheimer Mineralienmuseum mit über 5000 Exponaten, das die Besucher auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Mineralien und Edelsteine einlädt.

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