Industrie verbucht ein reales Umsatzminus von 27 Prozent in 2009 – Umsatzrückgang in der »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« am stärksten (‑41 Prozent)
Der kräftige Nachfrage- und Produktionseinbruch in den zurückliegenden Monaten sorgt weiterhin für eine rückläufige Umsatzentwicklung der Südwestindustrie. Gegenüber dem Absturz zu Jahresbeginn haben sich die Minusraten jedoch inzwischen deutlich abgeschwächt.
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gingen die Umsätze preisbereinigt im Oktober 2009 im Vorjahresvergleich um 19 Prozent zurück. Die Industriebetriebe im Land verbuchten damit bereits den 13. Monat in Folge einen geringeren Umsatz als im Vorjahr. Das Auslandsgeschäft brachte im Oktober 2009 ein Minus von 21 Prozent in die Kassen. Der Inlandsumsatz blieb um 17 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auch im Vergleich zum Vormonat ging im Oktober der Industrieumsatz real um 2 ½ Prozent zurück.
Im laufenden Jahr 2009 brachte der starke Umsatzeinbruch ein dickes Minus in die Kassen der Südwestindustrie: Preisbereinigt blieb der Umsatz im Zeitraum Januar bis Oktober um 27 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Im Auslandsgeschäft fielen die Erlöse um fast ein Drittel niedriger aus als im letzten Jahr (‑32 Prozent). Der Inlandsumsatz verbuchte einen Rückgang um 21 ½ Prozent. Die stärksten Umsatzeinbußen gab es bei den Herstellern von Investitionsgütern (‑32 ½ Prozent) und den Herstellern von Vorleistungsgütern (‑23 ½ Prozent). Die Konsumgüterproduzenten blieben um 14 ½ Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück.
Der kräftige Umsatzeinbruch hat die Branchen in breiter Front erfasst. Unter den bedeutenden Industriebranchen des Landes verbuchte von Januar bis Oktober 2009 die Schlüsselbranche »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (‑41 Prozent) den stärksten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch im »Maschinenbau« (‑30 Prozent) und in der »Herstellung von Metallerzeugnissen« (‑29 Prozent) sowie in der »Metallerzeugung und –bearbeitung« (‑28 Prozent) blieb die Umsatzentwicklung weit hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Dies gilt auch für die »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« (‑26 ½ Prozent) und die »Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (‑23 ½ Prozent), die gleichfalls tief im Minus stecken. In der »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« (‑1 Prozent), die das Vorjahresniveau beinahe erreichte, fiel die Umsatzentwicklung noch vergleichsweise günstig aus. Eine nicht konjunkturbedingte Sondersituation bestimmte die positive Entwicklung in der »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« (7 ½ Prozent).
Quelle: Statistischen Landesamt Baden-Württemberg






